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Die '''Kennzeichnung des Energieverbrauchs''' von unterschiedlichen Gütern (Geräte, Gebäude, Autos) dient zur Unterstützung der Kaufentscheidung, indem sie Auskunft über die Energieeffizienz bei der Nutzung geben soll. Ein wichtiges Beispiel ist das EU-Energielabel für Elektrogeräte. Die Hersteller von Elektrogroßgeräten sind verpflichtet, als zusätzliche Information zur Kaufentscheidung Energie-Labels auf den Geräten anzubringen.
Ein Auszug aus der EU-Richtlinie 2010/30/EU zur Intention:

Neben Haushaltsgeräten werden auch Kraftfahrzeuge neuerdings mit Energie-Labels ausgestattet; die Angabe des Kraftstoffverbrauchs ist schon länger vorgeschrieben (siehe Drittelmix = Fahrzyklus). Dabei wird schwereren Fahrzeugen ein höherer Verbrauch zugestanden.

Energieeffizienzklasse

Die Energieeffizienzklasse (EEK) ist eine Bewertungsskala für das europäische Energielabel. Dieses soll den Absatz von besonders )

Die Einteilung erfolgte in Abwandlung des britischen und US-amerikanischen Schulnotensystems in Wertungsklassen von A bis G, wobei früher A die beste Klasse (niedriger Bedarf) darstellte und G die schlechteste (hoher Bedarf).

Für viele Gerätetypen stammte die Definition des Referenzgeräts (Energieeffizienzindex = 100 %) aus dem Jahr 1998 und spiegelte den damaligen Stand der Technik wider. Durch technischen Fortschritt bei der Energieeffizienz erhielten immer mehr Geräte ein gutes Label. 2003 führte man für Kühlschränke die Klassen A+ und A++ ein, 2011 wurden für Geschirrspüler, Waschmaschinen und Fernseher die Klassen A+, A++, A+++ eingeführt, ebenfalls 2011 führte man für Kühlschränke die Klasse A+++ ein.<ref name="a122011"> In: ''Rheinische Post'', 18. Mai 2010, abgerufen am 19. Dezember 2011.</ref>

{| class="wikitable float-right"
|+
! Jahr !! Klassen
|-
| 1994?2003 || A bis G
|-
| 2003?2010 || A++ bis G
|-
| 2010?heute || A+++ bis G
|-
| ab 2020 || A bis G
|}

Das europäische Parlament verabschiedete im Mai 2010 eine ab 2011 geltende Neuregelung der Energieeffizienzklassen für Haushaltsgeräte, die die Einführung der Klasse A+++ beinhaltet. Auch neue Sparvorgaben für Gebäude und Elektrogeräte wurden verabschiedet.<ref name="a122011" /> Neben der neuen EU-Rahmenrichtlinie<ref name="EG_2010_30" /> werden ab 2011 produktspezifische EU-Verordnungen die konkreten Kennzeichnungsverpflichtungen regeln.

Ab September 2009 führte die EU-Kommission in ausgewählten EU-Mitgliedstaaten eine repräsentative Marktforschung durch, um verschiedene Versionen des EU-Labels hinsichtlich der Verständlichkeit für private Verbraucher zu prüfen.

Das überarbeitete EU-Energieverbrauchsetikett gilt (Stand Juni 2016) für Kühl- und Gefriergeräte, Staubsauger, Lampen und Leuchten, Waschmaschinen, Wasch- und Wäschetrockner, Elektrobacköfen, Dunstabzugshauben, Geschirrspüler und Klimageräte. Auch Fernseher und Weinlagerschränke fallen jetzt unter die Kennzeichnungspflicht.

Die EU schreibt auch Mindeststandards vor. Zum Beispiel gilt für Wäschetrockner: Seit November 2013 müssen ''alle'' Neugeräte im Handel mindestens die Anforderungen der Energieeffizienzklasse C erfüllen, seit November 2015 die der Energieeffizienzklasse B (Wäschetrockner der Klasse A+++ verbrauchen rund 70 % weniger Strom als ein Gerät der Klasse B).

2017 beschloss das EU-Parlament eine Rückkehr zur Klassen-Kennzeichnung von A bis G, also eine Abschaffung von A+++ usw. Zum 1. August 2017 trat dazu die neue EU-Energielabel-Verordnung (Verordnung (EU) 2017/1369) in Kraft. Als erster Schritt wird für Waschmaschinen, Kühlschränke, Geschirrspüler, TV-Geräte und die Beleuchtung die Kennzeichnung überarbeitet. Die neue Regelung soll mehr Klarheit für den Verbraucher bringen und voraussichtlich ab Anfang 2020 im Handel sichtbar werden.

Zuordnung zu den Klassen

{| class="wikitable float-right"
|+ Zuordnung zu Energieeffizienz-Klassen
(Prozent des Energieverbrauchs eines (fiktiven) Referenzgeräts)
|-
! colspan="1" align="right"|Energieeffizienz-Klasse||colspan=2|A+++||colspan=2|A++||colspan=2|A+||colspan=2 align=center|A||colspan=2 align=center|B||colspan=2 align=center|C||colspan=2 align=center|D||colspan=2 align=center|E||colspan=2 align=center|F||colspan=2 align=center|G
|-
|Haushaltskühlgeräte<ref name="kuehlgefrier"></ref>
| align=center colspan=2| <22 ||colspan=2 align=center| <33 ||colspan=2 align=center| <44<ref group="A">Bis 1. Juli 2014: < 44</ref> || colspan="2" | <55 ||colspan=2| <75 ||colspan=2| <95 ||colspan=2| <110 ||colspan=2| <125 ||colspan=2| <150 ||colspan=2| ?150
|-
|Lampen<ref name="lampe">Delegierte </ref> (ungebündelt)<ref group="A">Abstrahlwinkel > 120°</ref>
| align=center colspan=2| ||colspan=2 align=center| ?11 ||colspan=2 align=center| ?17 ||colspan=2 align=center| ?24||colspan=2 align=center| ?60 ||colspan=2| ?80 ||colspan=2| ?95 ||colspan=2| >95
|-
|Fernseher<ref name="fernseher">Delegierte </ref>|| align=center colspan=2| <10 ||colspan=2 align=center| <16 ||colspan=2 align=center| <23 ||colspan=2| <30 ||colspan=2| <42 ||colspan=2| <60 ||colspan=2| <80 ||colspan=2| <90 ||colspan=2| <100 ||colspan=2| ?100
|-
|Haushaltswaschmaschinen<ref name="waschmaschine">Delegierte </ref>
| align=center colspan=2| <46 ||colspan=2 align=center| <52 ||colspan=2 align=center| <59 ||colspan=2| <68 ||colspan=2| <77 ||colspan=2| <87 ||colspan=2| ?87
|-
|Haushaltsgeschirrspüler<ref name="geschirrspüler">Delegierte </ref>
| align=center colspan=2| <50 ||colspan=2 align=center| <56 ||colspan=2 align=center| <63 ||colspan=2| <71 ||colspan=2| <80 ||colspan=2| <90 ||colspan=2| ?90
|-
|Autos<ref name="autos"></ref>
|align=center colspan=2| <45 || align=center colspan=2| <54 ||align=center colspan=2| <63 ||colspan=2 align=center| <72 ||colspan=2 align=center| <81 ||colspan=2 align=center| <90 ||colspan=2 align=center| <99 ||colspan=2 align=center| <108 ||colspan=2 align=center| <117 ||colspan=2 align=center| ?117
|-
! colspan="1" align="right"|Energieeffizienz-Klasse||colspan=2|A+++||colspan=2|A++||colspan=2|A+||colspan=2 align=center|A||colspan=2 align=center|B||colspan=2 align=center|C||colspan=2 align=center|D||colspan=2 align=center|E||colspan=2 align=center|F||colspan=2 align=center|G
|-
| colspan="21" style="text-align:left" | <references group="A" />
|}

Zur Berechnung der Energieeffizienz werden zunächst Größenklassen für verschiedene Arten von Geräten festgelegt, zum Beispiel für Fernseher nach der Bildschirmdiagonale und für Kühlschränke nach dem Rauminhalt. Die Zuordnung eines bestimmten Gerätes zu einer Energieeffizienzklasse ergibt sich dann durch die Abweichung seines tatsächlichen Energieverbrauchs vom Referenzwert seiner Größenklasse.

In den entsprechenden Verordnungen wird der Energiebedarf fiktiver Referenzgeräte beschrieben. Jedes Gerät muss sich an dem passenden Referenzgerät messen und verbraucht im Vergleich zu diesem nur einen Bruchteil der Energie. Diesen Bruchteil gibt der Energieeffizienzindex an. Je kleiner der Energieeffizienzindex ist, desto effizienter ist das Gerät. Energieeffizienz-Index-Bereiche werden nun zu Energieeffizienz-Klassen zusammengefasst, wie die nebenstehende Tabelle zeigt.

<div style="clear:both;"></div>

Gerätetypen

In Deutschland ist für folgende Gerätetypen laut Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (EnVKV) eine entsprechende Kennzeichnung aktuell vorgeschrieben:

Eine Ausweitung des Labels in den nächsten Jahren ist für folgende Produkte bereits beschlossen:

Das EU-Energie-Label muss deutlich sichtbar an der Vorder- oder Oberseite jedes Geräts im Verkaufs- oder Ausstellungsraum angebracht sein.

Auf dem Energieeffizienzetikett werden, wenn es sinnvoll ist, auch weitere Werte (wie der Wasserverbrauch) angegeben. Manche davon haben keine Auswirkung auf die Energieeffizienzklasse (aber auf die Kosten der Nutzung).

Kühlgeräte

Bei Kühlgeräten erfolgt die Zuordnung zu einer Energieeffizienzklasse nach korrigiertem Nutzinhalt und Geräteklasse.

2011 führte man für Kühlschränke die Klasse A+++ ein.<ref name="a122011"> In: ''Rheinische Post'', 18. Mai 2010, abgerufen am 19. Dezember 2011.</ref>

{| class="wikitable float-right"
|+
! Jahr !! Klassen
|-
| 1994?2003 || A bis G
|-
| 2003?2010 || A++ bis G
|-
| 2010?heute || A+++ bis G
|-
| ab 2020 || A bis G
|}

Heizungen

Ab 26. September 2015 muss die Effizienz von neuen Heizungen mittels eines Energielabels an der Anlage sichtbar gemacht werden. Heizanlagen mit Solar- oder Geothermie, Biogas, Holz oder Wärmepumpe erreichen dabei A+ und A++, während fossil befeuerte Heizkessel die Klassen A bis G erreichen. Ab 2019 wird die Klasse A+++ hinzukommen, während zugleich die Klasse G entfällt. Ab 1. Januar 2016 gilt das neue Effizienzlabel auch für alte Heizungen.

Die Energieverbrauchskennzeichnung ist geregelt in der EU-Verordnung (EU) Nr. 811/2013, die am 26. September 2015 in Kraft tritt. Sie gilt für Elektro-, Gas- und Ölheizkessel, Wärmepumpen und Blockheizkraftwerke sowie Warmwasserbereiter und Kombinationen verschiedener Heizgeräte. Für Biomassekessel greift die Regelung erst ab April 2017.

Beleuchtung

Haushaltslampen (Regelung ab 2013)

Die EU hat mit der Verordnung 874/2012<ref name="eur-lex.europa.eu"></ref> die Klassen für elektrische Lampen und Leuchten geändert. Basis zur Berechnung der Energieeffizienz von Lampen ist die Lichtausbeute, also der Lichtstrom in Lumen pro aufgenommene Wirkleistung in Watt. Die Zuordnung geschieht dann indirekt wie bei anderen elektrischen Geräten (siehe oben in Zuordnung zu den Klassen), indem man, abhängig vom Lichtstrom, zunächst den fiktiven Referenzwert berechnet:
<math>P_\mathrm{R} = \begin{cases}0{,}88\cdot\sqrt{\Phi}+0{,}049\cdot\Phi&\mbox{ für Lampen mit }\Phi<1300\mbox{ lm}\\0{,}07341\cdot\Phi&\mbox{ für Lampen mit }\Phi> 1300\mbox{ lm}\end{cases}</math>

Die tatsächliche Leistung der ganzen Lampe (Verbrauch) wird zu diesem Referenzwert ins Verhältnis gesetzt. Dieser Quotient, der Energieeffizienzindex (EEI, Prozent des Energieverbrauchs eines (fiktiven) Referenzgeräts), wird mit obiger Tabelle einer Klasse zugeordnet.

Grundsätzlich besteht in der Bewertung von Lampen und Leuchten das Problem, dass durch die Verluste eines bei manchen Lampen notwendigen Vorschaltgerätes der Gesamtwirkungsgrad der Leuchte verringert wird. Um eine Klassifizierung der reinen Lampe zu ermöglichen, werden bestimmte Wirkungsgrade der Vorschaltgeräte angenommen und diese mit einem Korrekturfaktor (von 1,06 bis 1,15 je nach Typ) auf die tatsächliche Leistung der Leuchte aufgeschlagen.

Diese Berechnungsmethode hat sich gegenüber der EU-Richtlinie 98/11/EG geändert, um den Einfluss von Vorschaltgeräten mit zu erfassen. Die Klassen A++ und A+ sind neu eingeführt, die Klassen F und G sind entfallen. Außerdem wird das andere Abstrahlverhalten von gerichteter Beleuchtung (Reflektorlampen) damit berücksichtigt.

Besonders drastisch ist eine Veränderung für '''Leuchten mit fest eingebauten Lampen''', nämlich die Aufhebung der Verpflichtung, Verbrauchern Informationen über die Energieeffizienz zur Verfügung zu stellen (im Abschnitt 5). Dies hat zur Folge, dass Leuchten mit fest eingebauten LED-Modulen (dies gilt momentan für praktisch alle LED-Leuchten) nun zwar eine Energieverbrauchskennzeichnung haben, welche aber weder über die Energieeffizienzklasse noch etwas über den Leistungsverbrauch aussagt. Es wird lediglich über die oberen (grünen) Effizienzklassen eine geschweifte Klammer gelegt, die auf ?LED? zeigt; ob die darin enthaltenen Lampen auch diese Klassen einhalten, darf verschwiegen werden.

Die neue Kennzeichnung enthält geklammerte Bereiche für Leuchten, je nachdem welche Lampen darin eingesetzt werden können.

Regelung bis 1. September 2013

Glühlampen sowie Leuchtstofflampen mit und ohne integriertem Vorschaltgerät werden in Energieeffizienzklassen eingeteilt. Die Einteilung von Haushaltslampen erfolgte in der EU-Richtlinie 98/11/EG<ref name="EG_98_11" /> vom 27. Januar 1998 und umfasste auch Lampen, die nicht für die Verwendung im Haushalt vermarktet werden. Ausgeschlossen sind u.?a. Lichtquellen mit mehr als 6500 Lumen Lichtstrom (etwa 300 Watt Halogen bzw. 70 Watt bei Leuchtstofflampen) und solche, die nicht an Netzspannung betrieben werden. Zur Ermittlung der Energieeffizienzklasse geht man wie folgt vor (? bezeichnet den Lichtstrom der Lampe in Lumen (lm) und P die Leistungsaufnahme der Lampe in Watt (W)):

Lampen werden in die Klasse A eingestuft, wenn:
<math>P \leq 0{,}240 \cdot \sqrt{\Phi} + 0{,}0103 \cdot \Phi.</math>
Leuchtstofflampen ohne integriertes Vorschaltgerät werden in die Klasse A eingeordnet, wenn gilt:
<math>P \leq 0{,}150 \cdot \sqrt{\Phi} + 0{,}0097 \cdot \Phi.</math>
Die Einstufung in die Energieeffizienzklassen B?G erfolgt nach dem Anteil (Energieeffizienzindex) an der Referenzleistung
<math>P_\mathrm{R} = \begin{cases}0{,}88\cdot\sqrt{\Phi}+0{,}049\cdot\Phi&\mbox{ falls }\Phi>34\mbox{ lm}\\0{,}2\cdot\Phi&\mbox{ falls }\Phi\leq 34\mbox{ lm}\end{cases}</math>

etwa der Leistungsaufnahme einer Standardglühbirne mit dem gleichen Lichtstrom.

Die Zuordnung von Energieeffizienzindex zu Energieeffizienzklasse ist im vorigen Abschnitt angegeben.

Vorschaltgeräte für Leuchtstofflampen

Die meisten Leuchtstofflampen werden über die o.?g. Richtlinie einer Energieeffizienzklasse zugeordnet. Seit April 2010 werden europaweit auch die für deren Betrieb notwendigen Vorschaltgeräte nach dem ''EEI'' (''E''nergie-''E''ffizienz-''I''ndex) klassifiziert. Die Einteilung wird in der EG-Verordnung 245/2009<ref name="EG_245_2009" /> geregelt. Diese Verordnung dient der Umsetzung der Ökodesign-Richtlinie 2005/32/EG und beinhaltet einen Zeitplan zur Umsetzung der Ökodesign-Anforderungen an Leuchtstoff- und Hochdruckentladungslampen sowie deren Vorschaltgeräte.

Die Einteilung erfolgt gemäß dem Wirkungsgrad des Vorschaltgerätes:
<math>\eta_\mathrm{Vorschalt} =\!\ P_\mathrm{Lampe} / P_\mathrm{Eingang}.</math>

In der folgenden Tabelle sind die fünf Klassen für nicht dimmbare Vorschaltgeräte angegeben; für dimmbare Vorschaltgeräte gibt es die zwei Klassen A1 und A1 BAT, die nach dem Wirkungsgrad bei 100 % Lichtleistung zugeteilt werden. Angegeben sind die Wirkungsgrade und Systemleistungen von zwei weit verbreiteten Leuchtstofflampen:

{| class="wikitable"
|+ Energieeffizienzindex und Wirkungsgrad von Lampensystemen
! rowspan="2"| EEI
! rowspan="2"| Beschreibung
! colspan="2" align="center"| Beispielsystem 36 W
! colspan="2" align="center"| Beispielsystem 58 W
|-
| Wirkungsgrad || Eingangsleistung || Wirkungsgrad || Eingangsleistung
|-
| A2 BAT || Elektronische Vorschaltgeräte mit minimalen Verlusten || 91,4 % || 35,0 W || 93,0 % || 53,8 W
|-
| A2 || Elektronische Vorschaltgeräte mit reduzierten Verlusten || rowspan="2" | 88,9 % || rowspan="2" | 36,0 W || rowspan="2" | 90,9 % || rowspan="2" | 55,0 W
|-
| class="hintergrundfarbe8" | A1 BAT || class="hintergrundfarbe8" | Dimmbare elektronische Vorschaltgeräte (bei 100 %)
|-
| A3 || Elektronische Vorschaltgeräte || rowspan="2" | 84,2 % || rowspan="2" | 38,0 W || rowspan="2" | 84,7 % || rowspan="2" | 59,0 W
|-
| class="hintergrundfarbe8" | A1 || class="hintergrundfarbe8" | Dimmbare elektronische Vorschaltgeräte (bei 100 %)
|-
| B1 || Magnetische Vorschaltgeräte mit sehr geringen Verlusten || 83,4 % || 43,2 W || 86,1 % || 67,4 W
|-
| B2 || Magnetische Vorschaltgeräte mit geringen Verlusten || 79,5 % || 45,3 W || 82,2 % || 70,6 W
|-
|colspan="6"| ''Anmerkungen:''
Die Wirkungsgrad-Grenzwerte entstammen der Tabelle 17 der EG-Verordnung 245/2009,<ref name="EG_245_2009" /> die Eingangsleistung wurde berechnet. ''BAT'' steht für ''Best available technology''.
|}

Bereits vor Inkrafttreten der neuen Verordnung im April 2010 wurden durch die CELMA Energieeffizienzklassen vorgeschlagen, die die Anwendung der inzwischen abgelösten Richtlinie 2000/55/EG<ref name="EG_2000_55" /> ermöglichten. Damals war die Kennzeichnung mit dem Energieeffizienzindex noch freiwillig. Die CELMA-EEI unterscheiden sich teilweise wertmäßig von den aktuellen und enthalten noch die Klassen C und D für magnetische Vorschaltgeräte, die jedoch gemäß der EU-Richtlinie 2000/55/EG nicht mehr in Verkehr gebracht werden dürfen.

Verwirrend an der neuen EU-Verordnung für die Vorschaltgeräte ist die Verwendung von Bezeichnungen aus der 2010 ausgelaufenen EU-Richtlinie 2000/55/EG, obwohl nicht dasselbe gemeint ist. Die Richtlinie 2000/55/EG gab Grenzen für die Systemleistung (Leistungsaufnahme Lampe mit Vorschaltgerät) vor und teilte dadurch die Vorschaltgeräte in Energie-Effizienzklassen, EEI-Klassen ein. Der heute noch aktuelle Stand der Technik wurde in den Klassen A1, A2, A3 für EVG und B1, B2 für VVG-Vorschaltgeräte festgelegt.

Die neue Richtlinie 2005/32/EG führt in Tabelle 17 der Verordnung seit April 2010 in der ersten, ab 2012 und 2017 in zwei weiteren Stufen ebenfalls diese Bezeichnungen, meint aber die Wirkungsgrade der Vorschaltgeräte ohne Lampe, nicht eine vorgegebene Technik, wie VVG oder EVG.

Pkw

Die Verordnung zur CO2-Kennzeichnung für Pkw ist am 1. Dezember 2011 in Kraft getreten. Seitdem ist ein ausgestellter oder zum Kauf oder zum Leasing angebotener Pkw mit dem zugehörigen CO2-Label am Fahrzeug oder in dessen unmittelbarer Nähe zu versehen, das dessen Effizienzklasse kennzeichnet.
Bei Pkw erfolgt die Größeneinteilung über das Fahrzeuggewicht. Dieses determiniert einen CO2-Referenzwert. Der Referenzwert ''R'' in Gramm CO2 pro km wird durch folgende Zahlenwertgleichung mit der Masse ''M'' des fahrbereiten Fahrzeugs in Kilogramm, ausgedrückt als:

<math>R = 36{,}59079 + 0{,}08987 \cdot M</math>

Durch die prozentuale Abweichung vom Referenzwert (? ?37 % bis > +17,01 %) wird das Fahrzeug einer der acht Effizienzklassen von A+ bis G zugeordnet (A?F in dem Bereich ?36,99 % bis +17 % mit einer Unterteilung von 8,99 %).

Größeneinteilung

Bei Pkw wurde die Masse des fahrbereiten Fahrzeuges zur Größeneinteilung herangezogen.

Sowohl der verfehlt die Deutsche Verbrauchskennzeichnung die Vorgaben der EU-Richtlinie 1999/94/EG über die Bereitstellung von Information über den Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen der Personenkraftfahrzeuge. Das Ziel dieser Richtlinie, Verbraucher zum Kauf CO2-armer Fahrzeuge anzuhalten, würde durch die Besserstellung schwererer und hochmotorisierter Fahrzeuge konterkariert.

Beispielsweise wird der Porsche Cayenne S Hybrid mit 279?kW (380 PS), einer Höchstgeschwindigkeit von 242?km/h, einem CO2-Ausstoß von 193?g/km und einem Fahrzeuggewicht von 2,3 t in die Effizienzklasse B eingestuft. Der Toyota Aygo oder der Peugeot 107 mit einem Verbrauch von 4,5 l/100?km und einem CO2-Ausstoß von 106?g/km sind in die Effizienzklasse D eingestuft.

Im Juli 2013 entschied der Europäische Gerichtshof, dass das Bundeswirtschaftsministerium der DUH Akteneinsicht zum Zustandekommen des Gesetzes und dem Einfluss der Autolobby dabei erteilen muss.

Allgemeine Kritik

Die Kritik betrifft vor allen Dingen die Einteilung von Verbrauchswerten in Effizienzklassen. Hier besteht der Verdacht, dass der eigentliche Sinn laut EU-Richtlinie 2010/30/EU der Kennzeichnung verfehlt wird, nämlich ?sachdienliche und vergleichbare Unterrichtung über den spezifischen Energieverbrauch von [?] Produkten sollte die Wahl der Endverbraucher auf Produkte lenken, die bei ihrem Gebrauch am wenigsten Energie [?] verbrauchen [?].?

Die Klassifizierung der Energieeffizienz ist weder transparent, da die Einteilung und Berechnungsgrundlage, die sich je nach Datum der Richtlinie ändert, schwer zugänglich ist, noch sind die Berechnungen selbst nachvollziehbar. So wären Effizienzwerte, die den Verbrauch zum Nutzen angeben, wie z.?B. der Verbrauch in Watt bei Haushaltsgeräten oder der Spritverbrauch bei Pkw, aus zwei Gründen sachdienlicher zum Vergleich, ohne eine Klassifizierung. Zum einen haben die, für jeden Produktbereich verschiedene, Einteilung der Klassen kein lineares Verhältnis (s. Waschmaschinen) zu dem Wert der als Effizienzwert herangezogen wird (manchmal einfach nur der Verbrauch in Watt).
Zum anderen sind in diesem berechneten Effizienzwert, der als Eingangswert zur Einteilung dient, weitere Größen mit einberechnet, die mit der eigentlichen Energieeffizienz nichts zu tun haben. So wird beim Pkw das Gewicht mit eingerechnet. Obwohl man mit höherem Gewicht keine Energie spart, können so schwere Pkws die beste Klasse erreichen obwohl sie mehr als das doppelte gegenüber leichteren Pkws verbrauchen, welche eine schlechte Klasse erhalten. Selbstverständlich benötigen schwerere Pkws auch mehr Ressourcen zur Herstellung.

Dies steht im Gegensatz zur Intention der Richtlinie: ?Eine [?] Unterrichtung (Label) sollte die Wahl der Endverbraucher auf Produkte lenken, die bei ihrem Gebrauch am wenigsten Energie oder andere wichtige Ressourcen verbrauchen oder indirekt zu einem geringeren Verbrauch führen, und wird die Hersteller somit zu Maßnahmen veranlassen, die den Verbrauch von Energie und anderen wichtigen Ressourcen der von ihnen hergestellten Produkte verringern?, da man hier unabhängig vom Verbrauch eher auch schwerere Fahrzeuge ?gelenkt? wird und somit auch der Hersteller entsprechende Maßnahmen scheut. Diese offensichtliche Handschrift der Herstellerlobby schädigt das Vertrauen in die EU-Kennzeichnung. Bei manchen Produktbereichen haben sogar die eigentlichen Energieeffizienzwerte, wie zum Beispiel Verbrauch oder Effizienz (Lumen/Watt bei Lampen) nicht einmal in der Pflicht zur Angabe, so werden diese also verschwiegen, obwohl sie dem Hersteller bekannt sind, da sie zur Berechnung zur Klasse verwendet wird.

Haushaltsgroßgeräte

Obwohl seit 1998 Haushaltsgroßgeräte mit dem Energieverbrauchsetikett ausgezeichnet werden müssen, ist das Etikett selbst veraltet. Bei Geräten, die die Energieeffizienzklasse A erreicht haben, wird eine effiziente und kaum verbesserbare Nutzung der eingesetzten Energie suggeriert, da die Skala in beiden Richtungen geschlossen (A?G) ist, was für Hersteller bei Erreichen der Klasse A keinen Anlass zu Verbesserungen darstellt. Die mögliche, in Deutschland oft verwendete Erweiterung mittels der Stufen A+ bis A+++ bei manchen Geräteklassen ist für Interessierte aber nicht leicht verständlich.

Beleuchtung

Mit der Verordnung 874/201 hat die EU die Verpflichtung, Verbrauchern Informationen über die Energieeffizienz zu erteilen, teilweise aufgegeben (LED-Leuchten s.?o.). Das bedeutet, dass der Käufer in keiner Weise erkennen kann, ob eine LED-Leuchte überhaupt effizienter ist als eine gewöhnliche Leuchtstoffröhre. Aber auch für den restlichen Teil (Lampen) wären aus einer ökologischen Perspektive absolute Kennzahlen wie Leistungsbedarf in Watt oder Leistung im Verhältnis zum Nutzen, wie z.?B. die Lichtausbeute, erforderlich. Solche Kennzahlen verbergen sich intransparent hinter der Etikettierung. Ökologisches Bewusstsein hat auch damit zu tun, inwiefern der Käufer ein Gefühl für einen technischen Kennwert hat oder dieses entwickelt. Wenn jedoch ein solcher Wert nicht angegeben wird und man auf eine nicht nachvollziehbare Verkodierung angewiesen ist, kann sich ein Bewusstsein dafür auch nicht entwickeln, vor allem dann nicht, wenn sich die Codierung ständig ändert. Vor der europäischen Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung hatte man bei den meisten elektrischen Produkten den Leistungsverbrauch einfach in Watt angegeben. Diese wichtige Information ist nicht mehr bei allen Geräten kennzeichnungspflichtig. Selbst bei Lampen wird diese gewohnte Leistungsangabe in einer nun neuen kennzeichnungspflichtigen Einheit in Arbeit in kWh pro 1000?h angegeben. Die Skalierung der Klassen (C bis A+++) ist je nach Produktgruppe völlig verschieden, so hat man bei Spülmaschinen eine Ersparnis von 3 % zwischen einem Skalierungsschritt, während es bei Lampen der Klasse B 60 % abdeckt.<ref name="eur-lex.europa.eu" /> Das bedeutet, dass man zwei Lampen der identischen Klasse B kaufen kann, während eine 150 % mehr (also das 2,5fache) Strom verbraucht. Tatsächlich hatte Philips Halogenlampen mit der damaligen Effizienzklasse B als sparsam verkauft, obwohl sie ca. das Dreifache an Strom verbraucht wie eine gewöhnliche Energiesparlampe.

Fernsehgeräte

Die Stiftung Warentest bemerkte im Oktober 2011, dass bei Fernsehgeräten die Messbedingungen nicht normiert sind, da die Bildhelligkeit den Herstellern überlassen wird. Die Hersteller können durch Senken der Bildhelligkeit über die Voreinstellungen den Energieverbrauch des Gerätes zulasten der Bildqualität senken und dadurch ein besseres Label bekommen.

Literatur

  • Dirk Wüstenberg: ''Die Pkw-Energieverbrauchskennzeichnung im Internet ? aktuelle Rechtslage und Rechtsprechung.'' In: Wettbewerb in Recht und Praxis (WRP) 2014, S. 533?540.
  • Dirk Wüstenberg: ''Die Energieverbrauchskennzeichnung von Fernsehgeräten und Monitoren im Internet ? aktuelle Rechtslage und Rechtsprechung''. In: Wettbewerb in Recht und Praxis (WRP) 2015, S. 833?845.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references>
<ref name="EG_98_11"></ref>
<ref name="EG_245_2009"></ref>
<ref name="EG_2000_55"></ref>
<ref name="EG_2010_30"></ref>
</references>